Vintage Dance – 20er Jahre


Lindy Hop gilt offiziell als Großvater des Swing. Er entstand in den späten 20er Jahren in den Ballsälen des “schwarzen” New Yorker Stadtteiles Harlem, wie z. B. dem berühmten Savoy Ballroom.
Später auch als “Jitterbug” bezeichnet, verbreitete sich Lindy zwischen 1930 und 1950 quer über den amerikanischen Kontinent. Lindy Hop wurde sehr stark von afro-amerikanischen Elementen beeinflußt, wie dem Charleston, Jazz und Stepptanz.
Es gibt verschiedene Stile des Lindy Hop, die bekanntesten sind Savoy Style und Hollywood (Dean Collins) Style. Lindy wechselt 6-count Moves mit 8-count Moves sowie 2- und 4-count Moves ab, was ihn sehr abwechslungsreich macht. Das Herzstück ist der 8-Count Swingout (im Hollywood Style auch Shoulder Twist genannt).


Zeiten & Kosten: 

SA&SO 9. und 10.9.17 // 20-22 Uhr // 40 € // >>> zur Anmeldung


Geschichte des Swing – Erklärt und zusammengefasst von MONI:

Swing, das ist die populärste Richtung des Jazz der 1920er–1950er Jahre. Die verschiedenen Partner-Tänze, die zu dieser Zeit in unterschiedlichen Städten der USA entstanden sind und zu Swing-Musik getanzt wurden tragen folgende eigenartige Namen: Lindy Hop, Balboa, Charleston und Collegiate Shag.
Neben dem Charleston, der auch als Solo-Tanz berühmt wurde, ist Lindy Hop der wahrscheinlich bekannteste Swing-Tanz. Er entstand um 1927 in den Tanzclubs von Harlem, New York und wurde die ersten Jahre vor allem von Afroamerikanern getanzt. Es gibt eine Legende zum Namen des Lindy Hop: Ein begabter Tänzer wird während des Tanzens gefragt, was er da tue. Da soeben Charles Lindbergh der erste Flug über den Atlantik gelungen war, worüber die Zeitungen mit der Schlagzeile „Lindy hops the Atlantik“ berichteten, antwortet er: „I am doing the Lindy Hop“. Später verbreitete sich der Tanz in ganz USA und wurde unter anderem als Jitterbug bekannt.Nach Europa kam er mit den hier stationierten amerikanischen Soldaten während und nach dem zweiten Weltkrieg, wo er sich im Laufe der 50er zum Jive, Boogie Woogie und Rock ‘n Roll entwickelte. Bald wurde Lindy Hop von diesen verdrängt und geriet auch in den Vereinigten Staaten in Vergessenheit. Erst in den 1980er Jahren, besonders aber seit Ende der 1990er Jahre erfreuen sich die Swing-Tänze wieder zunehmender Popularität auf der ganzen Welt.
Von Lateinamerika bis Japan, von Australien bis Israel wird gehoppt, geshaggt, das Charleston-Bein geschwungen. Auch in den Großstädten Europas ist Swing nicht mehr wegzudenken. Dabei wird auf Parties im Stil der 30er und 40er Jahre – inklusive entsprechenden Outfits –, bei Workshops und internationalen Tanz-Camps geübt und Neues erlernt und die unterschiedlichen Stile der Swing-Tänze werden weiter gegeben. Wohl dank seiner afroamerikanischen Wurzeln wirkt Lindy Hop im Vergleich zu anderen Paar-Tänzen, die im Rahmen der Standardtänze unterrichtet werden, lässig, bodenständig und verspielt. Die Verbindung und der Austausch mit der/m Partner/in stehen im Vordergrund, Improvisation und Musikalität sind zentrale Elemente. So sind ernste Gesichter auf dem Swing-Dancefloor eine Seltenheit: Hier sieht man Menschen, die sich von den Rhythmen des Swing mitreißen lassen und dabei irrsinnig Spaß haben – und mitunter in herzhaftes Lachen ausbrechen! Die Art, wie Lindy Hop und die anderen Swing-Tänze heute unterrichtet werden, gibt keine auswendig gelernten Schrittfolgen oder Choreographien vor, die abgespult werden. Beherrscht man die verschiedenen Grundschrittmodule der einzelnen Tänze, kann man nach Herzenslust drauflos improvisieren, stilistisch ausschmücken und sogar in einem Lied von einem Tanz in den anderen wechseln. Beim „social dance“ gibt die Person, die führt („Leader“) spontan vor, was getanzt wird, während die Person, die folgt („Follower“), darauf reagiert und mitunter Impulse zur Improvisation gibt.

Swingtänze

Inzwischen ist Swing auch ein Sammelbegriff für alle Swingtanzformen geworden, und zwar sowohl der Tänze der Swingmusik Ära (Shag, Balboa, Lindy Hop, Charleston, usw.) als auch späterer moderner Weiterentwicklungen (Boogie Woogie, West Coast Swing, usw.). Da unser Herz hauptsächlich den “original swing dances” gehört, wollen wir uns hier auf diese beschränken.


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